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Fahrschulen und Führerschein

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Führerschein auf Probe

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Recht und Gesetz
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Ist nach Wochen voller Theorie, Praxis und zweier Prüfungen die Fahrprüfung endlich bestanden, gibt es für die ersten zwei Jahre lediglich den Führerschein auf Probe – oder, wie der Gesetzgeber so schön formuliert, auf mindestens 720 Tage!

Tatsächlich ist der Führerschein auf Probe genau das, was der eine oder andere schon ganz richtig befürchtet: eine Probezeit, in welcher der Führerscheinneuling quasi in der Praxis auf der Straße geprüft wird. Geprüft im Sinne der StVO und im Sinne der Sicherheit aller anderen Verkehrsteilnehmer. Anders aussehen als ein “normaler” Führerschein tut ein Führerschein auf Probe allerdings nicht...

Führerschein auf Probe: zwei Jahre

Zwei Jahre muss der „Neuling“ jetzt halbwegs aufpassen, nicht zuviel Blödsinn auf der Straße zu veranstalten. Zwar dürfen beim Führerschein auf Probe durchaus kleinere Verkehrsdelikte begangen werden, aber keine Verstöße, welche ein Bußgeld von 40,- Euro übersteigen oder die gar ein Fahrverbot zur Folge hätten.

Da der deutsche Gesetzgeber die Verkehrsdelikte in zwei Gruppen oder Kategorien (auf)geteilt hat, bedeutet das für den Führerschein-Neuling Folgendes: begeht er oder sie ein Verkehrsdelikt der Gruppe A oder zwei Verkehrsdelikte der Gruppe B muss der „Sünder“ an einem Aufbauseminar teilnehmen. Das wiederum heißt allerdings nicht, dass man den Führerschein wieder abgeben muss, sondern lediglich ein paar Euro “Investition” und ein erneuter Besuch der Fahrschule! Aber: die Probezeit verlängert sich automatisch um weitere zwei Jahre, was ergo dann insgesamt vier Jahre Führerschein auf Probe bedeutet.

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Führerschein auf Probe: Gruppe A, Gruppe B

Was aber heißt das nun genau, Verkehrsdelikt der Gruppe A oder der Gruppe B?

Im Verkehrsdelikte Katalog A sind die ganz „harten“ Sachen: Fahren unter Alkohol, Unfallflucht, Nötigung oder Straßengefährdung. Weiter zählen hierzu Verkehrsdelikte wie Überholen auf der falschen Spur, Missachtung der Vorfahrt und roter Ampeln, zu schnelles Fahren (Überschreitungen von mehr als 20 km/h) oder zu wenig Sicherheitsabstand bei mehr als 80 Stundenkilometern. Von diesen „A-Delikten“ darf man während dem Führerschein auf Probe lediglich einen begehen.

Bei den Verkehrsdelikten Katalog B sind beim Führerschein auf Probe hingegen zwei Verstöße erlaubt, handelt es sich doch mehr um die leichteren Fälle. Hierzu zählt der Gesetzgeber die Gefährdung oder auch Behinderung von Fußgängern und Radfahrern oder aber Fahren mit der volksmundlichen „Glatze“, sprich abgefahrenen Reifen. Zudem wäre eine (Frist)Verletzung beim TÜV ein Delikt der Gruppe B.

Führerschein auf Probe: Wiederholungstäter

Wer bereits „erwischt“ wurde und somit schon eine verlängerte Probezeit bei seinem Führerschein auf Probe kassiert hat, sollte sich hüten, weitere Delikte zu begehen. Denn: Wiederholungstäter trifft das Gesetz richtig hart – und das bei aller Liebe wohl zu Recht!

Begeht ein ertappter Verkehrssünder, welcher eben nur einen Führerschein auf Probe besitzt, wieder ein Delikt der Gruppe A oder alternativ zwei Delikte der Gruppe B gibt es von Papa Staat postwendend eine schriftliche Verwarnung. Parallel ist zudem gleich die Empfehlung enthalten, an einem medizinisch-psychologischen Test (MPU) teilzunehmen, welchen man im Volksmund gern als Idiotentest bezeichnet.

Allerdings handelt es sich nur um eine Empfehlung und keinen Zwang, umsonst gibt es die MPU nämlich auch wieder nicht. Als Anreiz bietet Vater Staat für die Teilnahme am Idiotentest – pardon: an der medizinisch-psychologischen Untersuchung – allerdings die Streichung von zwei Punkten in der Verkehrssünderkartei in Flensburg an!

Führerschein auf Probe: Aufbauseminar

Wer sich bei seinem Führerschein auf Probe hingegen nichts zuschulden kommen lässt, macht es am besten. Verkehrssünder jedoch können für ein Aufbauseminar mit Kosten zwischen 250 bis 400 Euro rechnen, was nicht ohne ist. Solch ein Aufbauseminar geht über neun Stunden und erinnert auf nette Weise an die „alten“ Fahrschulzeiten. Verkehrssünder, bei denen Alkohol oder gar Drogen im Spiel waren, bekommen ein Aufbauseminar der besonderen Art, wird dieses doch von einem speziellen Psychologen durchgeführt.

Und wer denkt, er kann gegen irgendwelche Auflagen angehen, die ihm verdonnert wurden, irrt gewaltig: gegen solche gibt es in Deutschland nämlich keine Rechtsmittel! Allerdings gilt der Führerschein auf Probe, der erst 1986 in Deutschland eingeführt wurde, nur beim ersten Führerschein. Wer Jahre später beispielsweise den Führerschein für Motorrad machen möchte, bekommt keine neue Probezeit. Der Führerschein auf Probe oder die Probezeit selbst ist aber auf jeden Fall im ersten Führerschein vermerkt.

Übrigens: wer nach Aufbauseminar und MPU erneut negativ im Straßenverkehr auffällt, ist seinen Führerschein los – und das für mindestens drei Monate. Erst nach einem Vierteljahr kann ein neuer Führerschein gemacht werden, was den erneuten Besuch einer Fahrschule bedeutet. Wer seine Probezeit hingegen verkürzen möchte, sollte seine Fahrschule nach einem sogenannten „Fortbildungsseminar für Fahranfänger mit Führerschein auf Probe“, kurz auch FSF-Kurs, fragen…

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