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Fahrschulen und Führerschein

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FSF - Fortbildungsseminar für Fahranfänger

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FSF generell freiwillig

Im Gegensatz zu einem Aufbauseminar für Fahranfänger ist ein Fortbildungsseminar für Fahranfänger generell auf freiwilliger Basis, ist aber bei weiten keine Geldschneiderei, wie manche annehmen. Tatsächlich bewirkt eine Teilnahme an einem FSF Seminar einen sehr interessanten Aspekt, welcher die Probezeit des Führerscheinneulings angeht...

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FSF: ein Jahr weniger Probezeit

Der Sinn eines freiwilligen Fortbildungsseminars für Fahranfänger ist in erster Linie natürlich, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und speziell dem Fahranfänger richtiges Verhalten in besonderen Gefahrensituationen zu vermitteln. Fakt ist, dass speziell jüngere Semester und eben Fahranfänger - gleich welchen Alters - eine erhöhte Unfallbilanz aufweisen. Unlogisch ist das jedenfalls nicht, schliesslich fällt selten ein Meister vom Himmel, was beim Führerschein natürlich nicht anders ist. Ein FSF Kurs ist somit also eine weitere (Fahr)Schulung, weswegen man das Modell auch als “zweite Ausbildungsphase” bezeichnet.

Der Nutzen eines solchen freiwilligen Fortbildungsseminars für Fahranfänger liegt für den Teilnehmer aber nicht allein bei einer Festigung und Vertiefung des bereits erlernten Wissens, sondern parallel in einer Verkürzung der Probezeit. Jeder Fahranfänger, egal welcher Fahrerlaubnisklasse, bekommt bekanntlich zuerst einen Führerschein auf Probe, wobei diese Probezeit zwei Jahre beziehungsweise genau 720 Tage beträgt. Mit der Teilnahme an einem FSF Seminar allerdings verkürzt sich die Probezeit um ein volles Jahr!

Voraussetzungen für ein Fortbildungsseminar für Fahranfänger

Ganz so einfach ist denn aber doch nicht, seine Probezeit von zwei auf ein Jahr zu verkürzen. Wie so oft, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, um an einem freiwilligen Fortbildungsseminar für Fahranfänger teilnehmen zu können.

Zum einen muss man einen Führerschein der Fahrerlaubnisklasse B (das FSF geht nur für Klasse B) besitzen und das seit mindestens sechs Monaten. Weiterhin muss sich der Teilnehmer logischerweise noch in seiner Probezeit befinden und natürlich schließlich eine gute Fahrschule finden, die ein solches FSF Seminar anbietet - das wäre es eigentlich auch schon.

FSF: Bundesland

Erfüllt man diese Voraussetzungen gibt es allerdings doch noch ein Manko, dass möglicherweise ein freiwilliges Fortbildungsseminar für Fahranfänger unmöglich macht - das Bundesland. Da das 2004 erstmals aufgelegte FSF derzeit noch als Modellprojekt gilt, gibt es leider drei Bundesländer in der BRD, die diese Möglichkeit zur Verkürzung der Probezeit nicht anbieten: Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.

Wer seinen (Erst)Wohnsitz in einem dieser drei Bundesländer hat, der hat einfach Pech. Speziell bei Niedersachsen ist das recht paradox, waren es doch gerade die Niedersachsen, welche vor etlichen Jahren das Pilotprojekt Führerschein mit 17 modern machten - beim freiwilligen Fortbildungsseminar für Fahranfänger zieht man hingegen zumindest derzeit nicht mit...

Fortbildungsseminar für Fahranfänger: Ablauf

In allen anderen 13 Bundesländern ist ein freiwilliges Fortbildungsseminar für Fahranfänger jedoch möglich, wobei das FSF Seminar selbst recht einfach gestrickt ist. Wie in der normalen Fahrschule sitzt man in einer lockeren Runde zusammen, wobei es genauer drei Runden á jeweils 90 Minuten sind. An diese drei Mal 90 Minuten Gruppengespräch schliesst sich eine Probefahrt von etwa einer Stunde an - fertig ist man mit dem freiwilligen Fortbildungsseminar für Fahranfänger nun noch lange nicht.

Nach Gruppengespräch und Testfahrt wird es für ganze vier Stunden noch einmal richtig Ernst: auf einen Übungsplatz geht man ganz speziell auf die Thematik Bremsen und Kurvenfahren ein. Das war es dann aber doch, wobei der Ablauf bei einem FSF Kurs variabel ist und die Reihenfolge quasi quer Beet gehen kann.

Typisch Aufbauseminar ist die Teilnehmerzahl zudem limitiert, genauer: mindestens sechs und maximal zwölf Teilnehmer pro freiwilligen Fortbildungsseminar für Fahranfänger sind dabei. Der FSF Kurs an sich geht wiederum mindestens zwei und maximal acht Wochen...

FSF auch nach ASF

Wie erwähnt liegt der Sinn eines FSF Seminars zum einen in der (weiteren) Schulung des Fahranfängers wie zudem einer Verkürzung der Probezeit um ein Jahr. An einem freiwilligen Fortbildungsseminar für Fahranfänger kann jedoch auch teilnehmen, wenn man im Straßenverkehr bereits negativ aufgefallen ist und an einem Aufbauseminar für Fahranfänger mitmachen musste.

Dieses muss man nach einem Verkehrsdelikt Katalog A beziehungsweise zwei Verkehrsdelikte Katalog B zwingend besuchen, womit sich natürlich speziell die Probezeit um zwei Jahre verlängert. Gerade hier lohnt ein FSF Seminar erst recht, auch wenn wieder nur ein Jahr Probezeit abgezogen wird. Wer also beispielsweise - nach einem ASF - noch drei Jahre Probezeit vor sich hat, kann diese mit einem freiwilligen Fortbildungsseminar für Fahranfänger wieder auf zwei Jahre verkürzen...

Fortbildungsseminar für Fahranfänger: Kosten

Zwar ist ein FSF freiwillig, umsonst gibt es das allerdings trotzdem nicht. Wie bei ASF oder ASP muss man hierfür eine speziell lizensierte Fahrschule aufsuchen, wobei diese ihre Preise generell individuell gestalten. Ungefähr 300 bis 400 Euro muss man jedoch einplanen, wobei man immer bedenken sollte, dass man nicht nur einiges an (neuem) Wissen vermittelt bekommt, sondern gerade seine Probezeit um ein ganzes Jahr verkürzen kann. Wirklich lohnen tut ein freiwilliges Fortbildungsseminar für Fahranfänger zudem besonders für Kraftfahrer, die während ihrer Probezeit bereits negativ aufgefallen sind. Letzten Endes droht nur eine MPU, wenn man nicht alle früheren Mittel ausschöpft!

FSF: Zahlen

Letzten Endes bekommt man bei einer Teilnahme an einem FSF Kurs natürlich eine Bestätigung, dass man eben teilgenommen hat und nur mit dieser Bestätigung wird die Probezeit von der zuständigen Behörde dann um ein Jahr verkürzt.

Zum Schluss sind denn vielleicht noch ein paar Zahlen interessant, die zwar nicht ultimativ wichtig, aber doch recht aussagekräftig sind. Fakt ist, dass die Gruppe der 18 bis 24 Jahre alten Führerscheinneulinge etwa zwölf Prozent aller Verkehrsteilnehmer ausmachen. Auf der anderen Seite sind genau diese zwölf Prozent für 35 Prozent aller schweren Unfälle verantwortlich - mit Todesopfern!

Die Zahlen belegen recht deutlich, dass ein freiwilliges Fortbildungsseminar für Fahranfänger durchaus Sinn macht und für mehr Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer sorgen können. Logisch, dass 300 bis 400 Euro gerade für jüngere Menschen alles andere als Kleingeld sind, aber trotzdem dürfte dieses Geld gut angelegt sein...

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