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Ratgeber Auto: Autounfall

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Recht und Gesetz
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Autounfall: Rechte und Pflichten

Dass es kracht und es zu einem Autounfall kommt, kann man manchmal einfach nicht vermeiden, egal ob man nun selbst nicht aufgepasst hat oder aber der Unfallgegner. Tatsächlich gehört zu einer unfallfreien Fahrt über Jahre hinweg auch eine gewisse Portion Glück dazu - wenn einem ein anderer “reinrauscht”, hatte man eben keines. Wenn es aber kracht, müssen ein paar Dinge unbedingt beachtet werden!

Autounfall: Erste Maßnahmen

Egal ob nun schuld oder nicht, wer an einem Unfall beteiligst ist, hat die gesetzliche Pflicht, sein Fahrzeug zu stoppen - allerdings so, dass andere nicht geschädigt werden, soweit dies möglich ist. Als nächstes wird bei einem Autounfall die Warnblinkanlage eingeschaltet und parallel das Warndreieck aufgestellt. Wenn möglich, sollte die Straße so schnell wie möglich wieder freigegeben werden.

Autounfall: Unfallort

Wichtig: Der Unfallrot darf von keinem der Beteiligten verlassen werden, das könnte nämlich als Fahrerflucht ausgelegt werden und das wäre strafbar.

Verletzten wird natürlich Erste Hilfe geleistet, zudem sollten diese aus der Gefahrenzone entfernt werden. Ist eine Person bewusstlos, wendet man die “stabile Seitenlage” an und wärmt den Betroffenen mit Decken oder anderen Sachen, um einer Unterkühlung vorzubeugen. Diese Maßnahmen sind sogar Pflicht und gelten selbst für Unfallhelfer, die nicht am Unfall direkt beteiligt, sondern erst später hinzugekommen sind. Wer dies nicht tut, macht sich bei einem Autounfall der unterlassenen Hilfeleistung strafbar, was mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden kann!

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Autounfall: Rettungswagen

Gibt es Verletzte und sind diese notdürftig versorgt, gilt es, sofort Rettungswagen und Notarzt zu rufen, eventuell auch die Feuerwehr, wenn Personen eingeschlossen sind. Ebenso können Passanten oder andere Autofahrer um Hilfe gebeten werden.

Bei schweren Unfällen muss zusätzlich die Polizei gerufen werden, wobei dann allerdings der Unfallort so bleiben muss, wie er ist, damit der Unfallhergang rekonstruiert werden kann. Bei einem “leichten” Autounfall ist die Polizei zwar nicht nötig, besteht aber einer der Beteiligten doch auf polizeiliche Hilfe, ist quasi ebenfalls ein “Muss” geboten. Kleiner Rat: speziell, wenn man bei einem Autounfall unschuldig ist, sollte man immer die Polizei zu Hilfe holen, schließlich kann ein Unfall auch vor Gericht enden.

Autounfall: Daten

Ganz wichtig bei einem Autounfall, egal ob schwer oder leicht, sind die Daten aller Beteiligten. Die sollten für die Versicherung unbedingt notiert werden, wobei folgende Daten ausreichen:

  • Kennzeichen aller beteiligten Unfallwagen
  • Marke und Typen der Unfallfahrzeuge
  • Namen und Anschriften aller beteiligten Personen (Ausweispapiere)
  • Versicherungsgesellschaften und Nummer des Versicherungsscheine
  • Ort und Zeitpunkt des Unfalls
  • Namen und Anschriften von eventuellen Zeugen und Mitinsassen

Autounfall: Zeugen

Immer gut und noch wichtiger sind Zeugen, welche den Autounfall beobachtet haben. Speziell für gerichtliche Auseinandersetzungen lohnt es sich, von diesen Namen und Adressen zu notieren und Aussagen bei der Polizei zu erbitten! Das Gleiche gilt, wenn man selbst Zeuge eines Autounfalls wurde.

Autounfall: Skizzen und Fotos

Neben Zeugenaussagen sind Fotos vom Unfallort wichtig, eine Skizze des Autounfalls geht auch. Sogar ein Unfallprotokoll wäre gut, vor allem, wenn dies noch von Zeugen unterschrieben und somit bestätigt wird. Passende Formulare gibt es sogar schon fix und fertig bei der Kfz-Versicherung, diese mitzuführen, wäre also durchaus ratsam!

Wer ganz clever ist, hat zudem immer eine Polaroid- oder noch moderner einen Digitalkamera bei sich, wobei auch Fotohandys eine Alternative sind.

Autounfall: Schuld egal

Sobald alles mit Polizei und Zeugen geregelt ist, muss der Autounfall der zuständigen gegnerischen Autoversicherung mitgeteilt werden. Sollte sich der Unfallgegner quer stellen, benachrichtige auch Deine eigene Kfz-Versicherung - wenn möglich innerhalb einer Woche. Tipp: Unterschreibe NIEMALS eine Schuldanerkenntnis, schließlich gibt es Anwälte und Gerichte.

Für die gegnerische Versicherung kann zudem ein Gutachter hinzugezogen werden, der den Schaden begutachtet. Ebenso kannst Du bei einer Kfz-Werkstatt einen Kostenvoranschlag für die Reparatur einholen und diesen der Versicherung einreichen.

Wer selbst Schuld am Autounfall hat, sollte clever sein und kleinere Bagatellschäden aus eigener Tasche zahlen. Egal ob 100 oder 10.000 Euro, wer (eigene) Unfallschäden bei seiner Versicherung einreicht, wird im nächsten Versicherungsjahr automatisch hochgestuft und zahlt mehr Versicherungsprämie. Es lohnt sich also, kleinere Schäden selbst zu zahlen, als die nächsten Jahre mehr Versicherungskosten löhnen zu müssen!

Auch wer schon Geld von seiner Versicherung bekommen hat, kann das innerhalb von sechs Monaten zurückzahlen und seinen Schadenfreiheitsrabatt retten.

Autounfall: Reparatur

Ein Autounfall kostet Geld, schließlich muss der Schaden irgendwie von irgendwem bezahlt werden. Wer Glück hat, kann seinen Wagen reparieren lassen und hierfür die Kosten bei der gegnerischen Autoversicherung geltend machen. Wer hingegen das Geld für die Reparatur nicht vorstrecken will, sollte sich nach einer sogenannten “Reparaturen-Übernahme-Erklärung” schlau machen. Wer ein Gutachten oder ein Kostenvoranschlag vorlegen kann, kann das Geld schon vor der eigentlichen Reparatur seines Wagens erhalten!

Ebenso muss die Versicherung entstandene Kosten für Mietwagen, Abschlepp- und Reisekosten übernehmen!

Autounfall: Unfallflucht

Unfallflucht ist zwar strafbar und kann mit bis zu einem Jahr Gefängnis geahndet werden, trotzdem gibt es immer wieder Unfallflüchtige. Wer bei einem Autounfall Opfer einer Unfallflucht wird, kann sich an die Verkehrsopferhilfe wenden:

Verein Verkehrsopferhilfe e.V.
Glockengießerwall 1
20095 Hamburg
Telefon: 040 / 30 18 0 0
Telefax: 040 / 30 18 0 700

Wer die Versicherung des Unfallgegners nicht kennt, sollte sich auf jeden Fall das Kfz-Kennzeichen merken und wenn möglich auch Name, Automodell und -typ und - ganz wichtig - das Datum. Mit diesen Daten kann man sich an den Zentralruf der Autoversicherer wenden (Telefon: 0180-25026, Fax: 040-33965401) und dort die nötige Versicherung erfahren.

Autounfall: Ausland

Kommt es im Auslandsurlaub zu einem Autounfall, wird die Angelegenheit schon einen ganzen Tick schwieriger. In einigen Ländern wie beispielsweise Spanien werden sogar die Unfallwagen für einige Tage beschlagnahmt - man steht also plötzlich ohne Auto da.

Wichtig für die Schadensregelung bei einem Autounfall im Ausland ist vor allem die sogenannte “Grüne Karte”, die man von seiner Kfz-Versicherung erhält. Innerhalb der EU und auch in einigen anderen Ländern ist diese zwar keine Pflicht mehr, schaden kann die “Grüne Karte” aber auch wieder nicht.

Kracht es im Ausland gibt es hier Hilfe:

Deutsches Büro Grüne Karte
Postfach 10 14 02
20009 Hamburg
Telefon: 040 - 33 44 0 0
Telefax: 040 - 33 44 0 400

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