Warum Automobil-Hersteller ihre Autos wirklich zurückrufen

Immer wieder rufen Autohersteller ihre Autos in die Werkstätten, erst im Januar musste Toyota einmal mehr einige seiner Modelle in die Werkstätten bitten. So mancher Grund ist allerdings mehr als kurios und lädt zumindest zum Schmunzeln ein. Die Top 5 der Rückrufaktionen gibt’s just hier auf BRD-Fahrschulen.de!

Platz 5: Warm ist gut, heiß nicht
Die Sitzheizung ist vielen mittlerweile gerade im Winter eine tolle Idee, kurzum einen warmen A… zu haben, der amerikanische Hersteller Jeep aber übertrieb es mit seiner eigentlich gutgemeinten Fürsorge. Im Jeep Cherokee nämlich sorgte die Sitzheizung in den Modellen der Baujahre 2002 bis 2003 für zu viel Hitze, die Ledersitze vorn konnten sogar einen Brand auslösen. Speziell männliche Jeep-Fahrer bekamen es prompt mit der Angst, als gleichzeitig eine Studie veröffentlicht wurde, welche die These vertrat, dass eine Sitzheizung impotent macht. Man(n) lernt: Hitze tut nicht gut…

Platz 4: Sticker auf Abwegen
In Amerika ist es gang und gäbe, dass Autos mit einem „schicken“ Sticker an der Sonnenblende ausstaffiert sind, welche den Airbag erklären. Der Toyota Corolla in seiner Ami-Variante hatte natürlich auch einen solchen Aufkleber, nur wollte der nicht so recht kleben bleiben. Nach kurzer Beratung mit der US-Verkehrssicherheitsbehörde rief Toyota den Corolla kurzerhand in die Werkstatt und tauschte die komplette Sonnenblende aus. Schlaue Corolla-Fahrer schnappten sich hingegen einen Fön und klärten das Sticker-Problem auf die männliche Art…

Platz 3: Nur für Männer, nicht für Babys
Toyota kennt sich mit Rückrufaktionen in den USA aus, wie gleich der zweite „Fall“ beweist. Mit dem Pick-up Tundra visierten die Japaner eines der großen US-Segmente an und wollten ihren amerikanischen Käufern gleich was Gutes tun. Für die lieben Kleinen nämlich wurde der Beifahrer-Airbag mit einer Funktion zum Deaktivieren versehen, um einen Kindersitz unterbringen zu können. Dumm nur, dass laut US-Vorschrift dann ein Haltesystem speziell für Kindersitze auf dem Beifahrerplatz vorgesehen ist, dass der Toyota Tundra natürlich nicht hatte. Prompt wurde in der Werkstatt die Funktion zur Deaktivierung des Beifahrer-Airbags selbst deaktiviert, seither dürfen Babys im Tundra nur noch hinten mitfahren…

Platz 2: Modelltausch auf deutsche Art
Volkswagen ist ebenfalls bereits mit den US-Vorschriften in zarten Konflikt geraten, genauer mit der Käfer-Neuauflage VW Beatle. Von dem nämlich musste Volkswagen 27 nagelneue Modelle in ältere Modelle umtauschen, weil die Neuversion beim Crashtest nicht so ganz aktuell war. VW war clever und tauschte eiskalt die neuen Modelle gegen „ältere“ Modelle um, die vor der Regel (Herbst 2010) produziert wurden waren. Problemlösung auf deutsche Art…

Platz 1: Eine Spinne am Morgen…
…vertreibt Kummer und Sorgen, außer, die blöde Spinne sitzt im Tank. Der Spinnen-Fall ist tatsächlich brandaktuell, man braucht nur Mazda fragen. Der Mazda6 muss nämlich wegen der Dornfinger-Spinne – wieder in den USA – in die Werkstätten rollen, weil das Spinnentier am liebsten mitten in der Tankentlüftung seine Netze spannt. Dumm nur, das dadurch das Ventil verstopfen und schließlich der Tank reißen und sogar aufbrechen kann. 52.000 Modelle sind mittlerweile zurückgerufen, in Deutschland hingegen gibt es das Problem nicht. Zwar ist die Dornfinger-Spinne auch hier anzutreffen, besagtes Ventil aber ist bei den hiesigen Modellen anders gestaltet. Gut für alle deutschen Mazda6-Fahrer…

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