Bilanz: 2010 so wenig Verkehrstote wie nie

Zum Straßenverkehr gehören Tag für Tag Unfälle einfach dazu, die leider immer wieder auch Todesopfer fordern. 2010 aber war ein gutes Jahr und sogar ein Rekordjahr – so wenig Verkehrstote wie letztes Jahr gab’s noch nie!

Trotzdem sind anno 2010 genau 3.657 Menschen bei einem Verkehrsunfall in Deutschland ums Leben gekommen, immerhin aber zwölf Prozent weniger als 2009, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden verlauten ließ. Ebenso wurden in 2010 „nur“ gut 371.000 Menschen durch einen Verkehrsunfall verletzt, was wieder ein Minus von 6,5 Prozent gegenüber 2009 ist.

Schön: Weniger Todesopfer ist nicht auf eine Region allein beschränkt, sondern zeigt sich in (fast) jedem der 16 Bundesländer von Schleswig-Holstein über Hessen und Sachsen bis runter nach Baden-Württemberg. Eine Ausnahme bestätigt dann aber doch die berühmte Regel, nämlich die schöne Hansestadt Bremen, wo es in 2010 genau 13 Todesopfer im Straßenverkehr gab – genau so viele wie 2009.

Die Nummer eins mit dem größten Rückgang von 87 Prozent ist zudem Bayern, wo 2010 nur noch 697 Menschen tödlich im Straßenverkehr verunglückten. Gleichzeitig ist Bayern aber auch das Bundesland mit den meisten Todesopfern überhaupt. Nummer zwei ist Nordrhein-Westfalen, wo 2010 genau 548 Menschen zu Tode kamen, 71 Prozent weniger als in 2009.

Insgesamt gab es allerdings mit 2,4 Millionen 3,8 Prozent mehr Unfälle als in 2009, dafür aber eben weniger mit Personenschäden (288.000 Unfälle) und mehr mit Sachschäden (2,1 Millionen Unfälle). Eine Beule im Blech ist aber leichter zu verschmerzen als ein Arm oder Bein oder gleich das ganze Leben…

Kommentieren