E10-Sprit: ADAC warnt vor „Tricksereien“
Schon zu Jahresanfang sollte E10 an die deutschen Tankstellen kommen, allerdings musste wegen Lieferschwierigkeiten der Marktstart auf den Februar verschoben werden. Diese Zeit ist nun gekommen und ob man will oder nicht, E10 wird derzeit eingeführt. Prompt warnt der ADAC vor möglichen Tricksereien!
Zwar wird es laut Medien noch „Wochen“ dauern, doch die ersten Tankstellen bieten das neue E10 bereits an. Statt wie bisher fünf Prozent Bioethanol (E5) wird Super wie Normal – das es im Grunde nicht mehr gibt – nun zehn Prozent Biosprit beigemischt. Einzig das teurere Super Plus wird weiterhin als E5 verkauft, allerdings auch nur bis 2013. Das so mancher Benziner mit dem neuen E10 Probleme hat, ist längst bekannt, jedes zehnte Auto ist daher zum teureren Super Plus verdammt…
Der ADAC jedoch sieht die Gefahr derzeit an anderer Stelle und warnt, denn manche Tankstellen verkaufen „normales“ E5-Super parallel zum neuen E10-Super – bieten das alte E5-Super aber zum Preis von Super Plus an. Das jedenfalls besagen Informationen, die dem Autoclub vorliegen. Das Problem hingegen ist hausgemacht, verpflichtet der Bund die Tankstellen mit E10-Vertrieb doch, gleichzeitig auch E5 zu vertreiben.
Eben diese Bestandsschutzgarantie lässt den ADAC vermuten, dass die Konzerne die Preise hochtreiben, wogegen der Autoclub jedoch bei Bedarf vorgehen will!
Das Abkassieren und Verwirren der Autofahrer hat Methode. Die ganze E10-”Affäre” ist jetzt wegen der Katastrophe in Japan in den Hintergrund getreten. Bei der Benzinpreisdiskussion wird allerdings oft vergessen, dass der Staat ca. 85 Cent pro Liter an Steuern kassiert. Mehr als die Hälfte des Benzinpreises sind Steuern. Und je teuerer der Sprit wird, umso mehr Einnahmen werden generiert.