Recht im Winter: Wer zahlt bei Lackschaden durch Streugut?

Der Winter ist die wohl härteste Zeit für den Autofahrer, neben Schlaglöchern droht gar noch der eine oder andere Lackschaden verursacht durch Streugut! Wer aber zahlt bei Kratzern im Lack?

Die Frage ist mehr als berechtigt, denn ganz so einfach ist die Sachlage nicht. Zwar muss die jeweilige Kommune haften, in welcher der Lackschaden durch Streugut entstand, der aber muss die Schuld erst einmal nachgewiesen werden und auch hier gilt die Haftung nur bei Streuwagen!

Laut Gesetz  nämlich muss der Auswurfmechanismus eines Streuwagens so ausgelegt sein, dass andere Autos nicht getroffen und somit ergo nicht durch ausgeworfenes Streugut beschädigt werden. Ist die Straße nicht breit genug, muss sogar von Hand gestreut werden – Sicherheit geht vor.

Das jedenfalls besagt ein Urteil des BGH (Az. VI ZR 346/87), in welchen es um die Frage nach der Haftung ging. Zwar rät der Bundesgerichtshof, den Wagen abseits der Straße zu parken, trotzdem steht die Gemeinde letzten Endes in der Pflicht.

Beweise sollten sofort per Fotos (Auto und Ort) gesichert werden, sind mehrere Autos betroffen, hilft ein Zusammenschluss aller Betroffenen. Das jedoch gilt laut dem BGH nur für Lackschäden, die durch Streuwagen verursacht wurden. Wird hingegen Split von der Fahrbahn aufgewirbelt, bleibt der Halter auf den Kosten sitzen!

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